Pralinen

Die Preisentwicklung für Schokolade ist in den letzten Jahren stark nach oben geklettert. Dieser Tatsache bin ich gemeinsam mit Experten aus der Immobilienbranche im Desserthaus von Beate Wöllstein nachgegangen. Spitzenpatissier Beate Woellstein hat sich zwischen den Berufswünschen Architektin und Konditormeisterin für die Süße Seite entschieden.

Beim Ball der 1000 Torten wurde sie für ihre köstliche Version der Münchner Frauenkirche aus Schokolade und Zuckerwerk, mit dem Preis für das „schönste Tortenstück der Welt“ ausgezeichnet. Schokolade und Pralinen sind Luxusgüter für kleines Geld und stark nachgefragt. Der weltgrößte Hersteller von Kakao- und Schokoladenprodukten, Barry Callebaut, aus Zürich investiert kräftig in Asien. Das Unternehmen berichtet, dass es sein Geschäft mit Gourmet-Schokolade für Pralinen und andere Süßigkeiten in China in vier Jahren verdoppelt hat. Der Name Callebaut ist von Pralinen und Tafeln weniger bekannt, weil der Hersteller vor allem an Firmen liefert, die Schokolade weiterverarbeiten. Deutsche Schokolade wird vor allem nach Großbritannien, Frankreich und Österreich geliefert. Deutschland ist mit gut 17 000 Tonnen größter Abnehmer der Schweizer Schokolade mit einem Anteil von 15 Prozent, vor Großbritannien und Frankreich.

Von der Immobilienspezialisten Silvia Erika Wulf, Beraterin für Unternehmenskunden und Bauträger der Merkur Bank KGaA erfahre ich an diesem Abend wie sich die Preise für Wohnimmobilien in den einzelnen Stadtteilen Münchens entwickelt haben. So sieht man beispielsweise im Stadtteil Berg am Laim einen Anstieg der Kaufpreise bei Neubauprojekten von durchschnittlich Euro 4.019 im Jahr 2014 zu Euro 6.941 im Jahr 2016. Trudering verzeichnet im gleichen Zeitraum einen durschschnittlichen Preisanstieg je qm von Euro 5.748 aus 2014 zu Euro 7.081 im Jahre 2017.
Die Baukosten (harte Kosten) sind im Verglich zu 2014 von Euro 1.900 auf Euro 2.870 in 2017 geklettert. Die Steigerungen ziehen sich freilich in ähnlicher Weise durch das ganze Stadtgebiet von München. Zurückzuführen sind die Preisanstiege auf die anhaltende hohen Nachfrage und den attraktiven Standort der Stadt München und seiner Region. Folgende Trends beschreibt Frau Wulf für den Münchner Immobilienmarkt (Neubau): die Verkaufspreise werden weiter steigen. Insbesondere in ehemals nicht so gefragten Lagen wie z.B. Berg am Laim. Die Baukosten steigenebenfalls weiter an. Die Suche nach geeigneten Handwerkern wird schwieriger. Es werden vorwiegend 2-3 Zimmer Wohnungen unter 100qm angeboten. Wohnflächen von Mehrfamilienwohnhäusern werden weiter optimiert. Die Installation von neuen technischen Standards wie z.B. Smart Home, Schnellladestationen in der Tiefgarage, findet noch nicht flächendeckend sondern eher bei sehr exklusiven Wohnanlagen statt.(Dez. 2017)